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Regeln und Verbote

Reglementierung und Ausgrenzung bestimmten den Aufenthalt der Zwangsarbeiter:innen in Deutschland. Den Deutschen gaben die Erlasse der Sicherheitsbehörden Handhabe, die rassistische Ideologie in konkretes Handeln umzusetzen.

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Regeln für die Zwangsarbeit

Die Nationalsozialist:innen hielten die millionenfache Anwesenheit von Zwangsarbeiter:innen im Deutschen Reich für eine große Gefahr – für die öffentliche Sicherheit und vor allem für die „rassische Reinheit“ der Deutschen. Um diese vermeintlichen Gefahren abzuwehren, erließen der NS-Sicherheitsapparat und die Arbeitsverwaltung schon ab 1940 scharfe Aufenthalts- und Verhaltensregeln für Zwangsarbeiter:innen. Ab Februar 1940 galten die „Polenerlasse“ und 1942 wurden die „Ostarbeitererlassen“ eingeführt. Alles in allem reglementierte eine unübersichtliche Vielfalt von Bestimmungen alle Lebensbereiche der Zwangsarbeiter:innen.

Rassismus nach Vorschrift

Auch Deutsche wurden stetig mit strengen und moralisierenden Verhaltensregeln gegenüber Zwangsarbeiter:innen konfrontiert. Ihnen wurden insbesondere jegliche Kontakte oder Hilfeleistungen streng untersagt. Die rassistische Ideologie wurde so zum Leitfaden des Handelns in allen Lebensbereichen.

Zu sehen ist eine zweigeteilte comichafte Illustration. Links ist eine Szene zu sehen, auf der eine Familie mit einem Zwangsarbeiter am Esstisch sitzt. Über der Szene steht der Schriftzug "Nicht so...". Rechts ist eine Szene zu sehen, wo der Zwangsarbeiter in einem gesonderten Raum sitzt während die Familie ihr Essen einnimmt. Darüber ist der Schriftzug "sondern so!" zu lesen.
„Schaubild der Woche“. Amstettner Anzeiger, 18. April 1943. Auf Bauernhöfen sollten Zwangsarbeiter:innen ihre Mahlzeiten getrennt von Deutschen einnehmen.

Hierarchie und Regelwerk

Entsprechend der nationalsozialistischen Rassenideologie galten je nach Herkunft der Zwangsarbeiter:innen unterschiedliche Regeln. Ganz oben in der rassistischen Hierarchie standen „arische“ Deutsche als Herrenmenschen, ihnen folgten Menschen aus Nord- und Westeuropa. Am Ende der Stufenleiter befanden sich Polen, sowjetische Arbeitskräfte („Ostarbeiter“) und schließlich Jüdinnen und Juden sowie Sinti:zze und Rom:nja. Menschen aus Polen, und der Sowjetunion sowie jüdische Menschen mussten Kennzeichen an der Kleidung tragen. Sie durften sich nicht frei bewegen und waren von drakonischen Strafen bedroht.


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