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Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte

Wanderausstellung des Anne Frank Zentrums Berlin

11.03.2026 ‒ 06.04.2026, Boris-Romantschenko-Saal, Museum Zwangsarbeit

Präsentiert im Rahmen des Kooperationsprojektes „Bewusstsein für Ausgrenzung und Ungleichheit schärfen – Was wir aus der Geschichte lernen können!?“ unter der Schirmherrschaft des Thüringer Bildungsministers, Herrn Christian Tischner

©Weimarer Mal-und-Zeichenschule / Marie Mitmir: Anner Blau

Dieses Kooperations- und Ausstellungsprojekt widmet sich auf vielfältige Weise dem Leben und Schicksal von Anne Frank. Margot Frank, die Schwester von Anne, erhielt am 5. Juli 1942 eine Aufforderung zur Zwangsarbeit in ein deutsches Arbeitslager. Sie gehört damit zur ersten Gruppe von Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, die solch einen Deportationsbescheid erhielten.

Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte

Die Wechselausstellung im Museum Zwangsarbeit bietet Einblicke in das Leben von Anne Frank und vermittelt die sozialen und historischen Zusammenhänge der Verfolgung der Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus. Neben der Perspektive der Verfolgten und ihrer Helferinnen und Helfer wird auch die Perspektive von Mitläuferinnen und Mitläufern und Täterinnen und Tätern dargestellt. Ausgehend von Zitaten aus Anne Franks Tagebuch wendet sich die Ausstellung direkt an Jugendliche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließe ich aus? Kurze Filme mit Jugendlichen regen zur Diskussion über diese Themen an. Ausgehend von der Frage »Was kann ich bewirken?« ermutigt die Ausstellung zu eigenem Engagement.

©Samira Schulz Photography

Peer-to-Peer Methode

Im Zentrum des Ausstellungsprojektes steht das Konzept der Peer Education, d.h. »Jugendliche begleiten Jugendliche«. Schüler:innen dreier Weimarer Schulen werden im Vorfeld befähigt, als Peer-Guides andere junge Menschen durch die Ausstellung zu führen.

Die projektbeteiligten Schüler:innen verschiedener Schulen aus Mittelthüringen nähern sich im Rahmen von 1 bis 3 Projekttagen auf vielfältige Weise dem Thema Ausgrenzung und Ungleichheiten, gewinnen inhaltliche Einblicke, setzen sich mit diesen auseinander und reflektieren, was sie heute daraus lernen und wie sie diesen Mechanismen aktiv entgegenwirken können.

Workshop mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Neben der begleitenden Führung im Rahmen der Peer-to-Peer Methode durch die Anne Frank Ausstellung erhalten die Schüler:innen die Möglichkeit, den Weimarer Hauptfriedhof und ausgewählte Gedenk- und Erinnerungsorte mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zu erkunden. In diesem Workshop steht die Auseinandersetzung mit Biografien von Kriegstoten und der erinnerungskulturell bedingten Veränderung von Kriegsgräberstätten im Mittelpunkt. Am Beispiel individueller Lebensgeschichten und sich wandelnder Erinnerungskulturen lassen sich zentrale Fragen von Menschenrechten und Demokratie sowie die Folgen nationalistischer und rassistischer Denkmuster verhandeln.

Workshops mit der EJBW und der Mal- und Zeichenschule

Für die Schulen, die sich für ein dreitägiges Projekt in Weimar beworben haben, bieten die Kolleginnen und Kollegen aus der Europäischen Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Weimar (EJBW) sowie der Weimarer Mal- und Zeichenschule e.V. weitere Workshops und Seminare an.

Im Seminar der EJBW „Soziale Ungleichheit in Geschichte & Gegenwart“ wird die Konstruktion von Vorurteilen und Stereotypen damals und heute beleuchtet sowie das Phänomen des „Andersmachens“ (Othering). Dieses Verständnis kann helfen, Diskriminierung wie Klassismus, Sexismus, Antisemitismus, aber auch Mobbing abzubauen.

Die Weimarer Mal- und Zeichenschule nähert sich mit den Schüler:innen auf der Grundlage biografischen Lernens und auf künstlerische Weise dem Themenkomplex „Ausgrenzung und Miteinander“. Dabei reflektieren die Jugendlichen mit Techniken wie Cyanotypie und Aquarell das Leben von Anne Frank aufs Neue und verleihen den eigenen Gedanken und Gefühlen kreativ Ausdruck. Diese Erfahrungsräume schaffen bei den Jugendlichen Zugänge, die das Unsagbare und Unfassbare fassbar machen.

Tagebuch von Anne Frank, Faksimile ©Fotostudio Brandes

Öffentliches Angebot

Individualbesucher:innen können die Wechselausstellung während der regulären Öffnungszeiten des Museums, dienstags bis sonntags von 10 – 18 Uhr, besuchen. Der Eintritt ist im Museumsticket inbegriffen.

Darüber hinaus gibt es drei öffentliche Ausstellungsführung mit den jugendlichen Guides:

jeweils samstags, 14., 21. und 28. März 2026, 11 – 13 Uhr.

Ein Kooperationsprojekt von:

Anne Frank Zentrum e. V., Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, Staatliches Schulamt Mittelthüringen, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - Landesverband Thüringen, Europäische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar (EJBW), Weimarer Mal- und Zeichenschule.

 

Das Projekt wird durch das EU-finanzierte Projekt GEAR UP! (Global citizenship Education Actions to strengthen youth engagement through local support to Las and CSOs, to accelerate Progress towards sustainable development) unterstützt, dessen Projektträger in Deutschland, das Eine Welt Netzwerk Thüringen ist. Die Umsetzung wird kofinanziert durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie.


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