Zwangsarbeit in der REIMAHG bei Kahla – Rüstungsproduktion und menschliches Leid im Nationalsozialismus
Die REIMAHG, errichtet 1944/45 bei Kahla, war eines der größten unterirdischen Rüstungsprojekte des „Dritten Reiches“. In den Stollenanlagen im Walpersberg sollte das Flugzeug, die Messerschmitt Me 262 – in Serienproduktion gefertigt werden.
Tausende Zwangsarbeiter:innen aus ganz Europa wurden unter unmenschlichen Bedingungen zum Bau des Werkes, seiner Zwangsarbeiter:innenlager und der unterirdischen Produktionsanlage wie zur Arbeit in der Produktion selbst gezwungen. Hunger, Krankheiten, Misshandlungen und katastrophale Lebensumstände forderten zahlreiche Opfer.
Der Vortrag beleuchtet die Entstehung und Funktion der REIMAHG, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter:innen sowie die Bedeutung des Projekts im Kontext der nationalsozialistischen Rüstungsindustrie. Zudem wird auf die heutige Erinnerungskultur und die Aufarbeitung der Ereignisse eingegangen.
Der Referent lädt dazu ein, sich mit diesem dunklen Kapitel regionaler Geschichte auseinanderzusetzen und der Opfer zu gedenken.
Patrick Brion steht dem Förderverein “Mahn- und Gedenkstätte Walpersberg” e.V., Sitz Kahla vor.